Ampelkennzeichnung für Lebensmittel

Das Thema steht schon länger zur Diskussion, ich greife es jetzt auch einmal auf, da immer noch nichts darüber entschieden ist.

Und zwar fordern Verbraucherschützer eine Nährwert-Ampel, anhand der man leicht erkennen kann, ob ein Lebensmittel gesund ist oder es sich um eine versteckte Zucker- oder Fettschleuder handelt.

Das Ganze könnte wie links abgebildet aussehen.

Hierbei erkennt man auf einen Blick, dass der Zuckergehalt im roten Bereich liegt, also zu hoch ist und somit nicht gesund ist. Die gesättigten Fettsäuren liegen im mittleren, gelben Bereich, wogegen die Werte für Fett und Salz im geringen, grünen Bereich liegen.

Dieses Ampelschema ist für jedermann leicht verständlich – je mehr rot, desto ungesünder und desto mehr grün, desto gesünder, mal ganz pauschal gesagt.

Foodwatch erklärt das System etwas ausführlicher und orientiert sich dabei an dem bereits eingeführten System in Großbritannien. Am 3. Juni 2009 schrieben sie außerdem:

“Die Ampel ist tot”, tönen Lobbyisten der Lebensmittelindustrie. Falsch: Die Ampel lebt! Zwar will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner die verbraucherfreundliche Nährwert-Kennzeichnung verhindern. Doch die große Mehrheit der Bevölkerung ist für die Ampel. Und nun bröckelt auch der Widerstand in der Wirtschaft…

Doch was kann man machen? Eigentlich nichts außer warten – wie immer. Warten, bis die Politiker und Frau Aigner sich geeinigt haben. Zwischenzeitlich verkündeten Gegner der Ampel auch, dass sie gegen EU-Recht verstoßen würde.

Allerdings: Sollte die Front der Ampel-Befürworter weiter anwachsen, so könnte es sein, dass auf Brüssel genügend Druck aufgebaut wird, um der Ampel auf internationaler Ebene den Weg zu ebnen.

Die Petition gegen Internetsperren hat mal wieder gezeigt, dass selbst eine relativ einheitliche Meinung der Bevölkerung keinen Einfluss auf die Entscheidungen zu haben scheint. Aber dennoch weise ich jetzt einfach mal auf die Mitmach-Aktion von Foodwatch hin, welche bereits Ende Januar ins Leben gerufen wurde:

Ob Lightprodukt oder Kinderlebensmittel: Erst wenn der Gehalt an Fett, Zucker und Salz mit den Ampelfarben gekennzeichnet werden muss, können Verbraucher heimliche Zuckerbomben auf den ersten Blick erkennen. Fordern Sie die Einführung der Ampelkennzeichnung – jetzt einfach online unterzeichnen!

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Bislang haben ungefähr 33.000 für die Ampel mitgezeichnet. Noch lange keine solche Redordzahl wie bei der Zensursula-Debatte, aber vielleicht hilft es in diesem Fall ja doch.

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5 Kommentare zu “Ampelkennzeichnung für Lebensmittel

  1. Ich finde die Ampelkennzeichnung an sich auch verständlicher als diese Portionsangaben, die man zur Zeit überall findet. Hauptsächlich weil letztere unverhältnismäßig sind. Wer wird denn zB von 30 g Cornflakes satt?

    Andererseits ist ja bekannt, dass Süßigkeiten, Fertiggerichte etc. in Massen ungesund sind und trotzdem werden sie gegessen. Da hilft auch keine Ampel. Soviel Selbstverantwortung muss man schon haben. Interessant ist es dann nur für Menschen, die zB auf den Salzgehalt achten müssen.

  2. @Xandriah:

    und trotzdem werden sie gegessen.

    Genau darum geht es ja: Dem Verbraucher zu verdeutlichen wie viel wovon darin steckt. Vielen ist das oft wohl nicht bewusst, gerade bei Fertigprodukten.

  3. @Xandriah: Ich finde es einfach einen guten Schritt zur besseren Übersicht. Ich versteh auch ehrlich gesagt nicht, warum sich manche so dagegen sträuben. Manche Firmen haben ja mittlerweile von sich aus auf das Ampelsystem umgestellt.
    Klar ist jeder für sich selbst verantwortlich. Aber vielleicht schreckt ein überwiegendes Rot doch den ein oder anderen ab…

    @derUltes: Ich gehör definitiv zu den Menschen, denen Kalorienwerte etc. relativ egal sind, weil ich im Geschäft keine Lust habe, stundenlang im Kleingedruckten zu suchen. Aber durch diese doch recht große Ampel sieht man die Werte direkt.

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