WordPress | Manuell updaten

Da mich immer wieder die Frage erreicht, wie man denn WordPress am sichersten updaten kann, habe ich mich mal ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Seit dem 12. Juli 2009 update ich WordPress nun schon (bisher ohne Probleme!) manuell, was hauptsächlich daran liegt, dass das automatische Update immer eine Fehlermeldung hervorbrachte.

Da mittlerweile schon eine ganze Zeit verstrichen ist, man einige Erfahrungen gemacht hat, und mich vorallem einige Kommentare erreicht haben, wurde dieser Artikel am 19. Dezember 2010 nochmal überarbeitet. Aber am Updatevorgang hat sich natürlich nichts geändert!

1. Backup aller Daten anfertigen!

  • Die Datenbank mittels einer ftp-Server-Software, z. B. dem kostenlosen Programm Filezilla, öffnen.
    .
  • Alle WordPress-Dateien komplett in einen beliebigen Ordner auf dem Rechner kopieren.
    .
  • Zusätzlich ein Backup der Datenbank(tabellen) anlegen, z. B. mit dem Plugin WordPress Database Backup. Dieses legt dann den neuen Punkt “Backup” unter Werkzeuge an, wo man die zu sichernden Datein wählen kann.Etwas tiefer kann man dann wählen, wo das Backup gespeichert werden soll..

2. Alle Plugins deaktivieren.

  • Im Backend den Menüpunkt “Plugins” aufrufen.
    .
  • In der Tabellenüberschrift auf das Kästchen neben “Plugin” klicken, um alle Plugins auszuwählen.
    .
  • Im Auswahlfeld “Aktion wählen” darüber “Deaktivieren” auswählen und “Übernehmen”.
    .

3. Mittels FTP-Programm alle WordPress Dateien vom Server löschen.

  • Die Datenbank erneut öffnen (siehe oben).
    .
  • Folgende Daten unbedingt auf dem Server lassen (alle anderen löschen!):
    .htaccess (im Hauptordner)
    wp-config.php (im Hauptordner)
    favicon.ico (falls vorhanden ebenfalls im Hauptordner)
    den kompletten Ordner wp-content (hier sind die Themes, Plugins, Uploads gespeichert, die natürlich erhalten bleiben sollen!)
    ggf. sonstige manuell geänderte oder hinzugefügte Dateien (z. B. eigene Smileys im Ordner wp-includes/images/smilies. Schreibt euch am besten immer auf, wann, wo und was ihr geändert habt, damit ihr die Übersicht behaltet.)
    .

4. Die neuste WordPress-Version hochladen.

5. Fertig!

  • Euer Backend öffnen oder neuladen.
    .
  • Falls der Hinweis kommt, dass die Datenbank aktualisiert werden muss, auf den entsprechenden Button klicken, auf die Erfolgsmeldung warten und zum Backend zurückkehren.
    .
  • Dort müsste nun der Vermerk “Du nutzt WordPress” mit der entsprechenden neuen Versionsnummer zu sehen sein.
    .
  • Die Plugins auf der Pluginseite wieder genauso aktivieren, wie sie deaktiviert wurden (siehe oben).
    .
  • Und weiter kanns gehen, euer Blog ist wieder einsatzbereit!
    .

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Bei Fragen oder Anregungen einfach einen Kommentar hinterlassen, wie es schon einige vor Dir getan haben.


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19 Kommentare zu “WordPress | Manuell updaten

  1. machst du das immer so? Ich bin irgendwie zu faul und seit es die Auto-update-funktion gibt, klick ich nur noch da drauf :P

  2. @alex: Ich hab erst zum zweiten Mal ein Update miterlebt, so lange gibt es meinen Blog ja noch nicht. Beim Updaten auf 2.8 ging es problemlos mit dem automatischen, aber diesmal kam immer eine Fehlermeldung und es wollte nicht klappen. Normal reicht das automatische, seh ich genauso. :)

  3. ich hab bis jetzt immer manuel mein update gemacht…
    auch beim update auf 2.8
    hatte im vorfeld bei einigen schon gelesen hatten, das es probs mit den auotmatischen update gab
    von daher hatte ich das direkt manuel gemacht

    auf 2.8.1 hab ich allerdings noch kein update gemacht
    aber wenn, dann auch wieder manuel

  4. @mone: Joah, ich denke, ich werde es jetzt wahrscheinlich auch immer so machen. Das Löschen und Hochladen geht eigentlich relativ schnell und sicherer ist es auf jeden Fall. Obwohl man beim automatischen Update natürlich nicht erst groß überlegen muss, welche Dateien man auf dem Server belassen muss, weil man sie noch braucht. Hatte aus Versehen meine Smileys weggelöscht. *drop*

  5. Ja, wenn man alles auf den Server hochläd auf keinen Fall löschen. Bei mir ist aber im Uploadordner nix drin, weil ich alles über Flickr laufen lasse. Hab’s aber mal abgeändert im Text. ;)

  6. Hallo,

    danke für die Beschreibung, werde es auf nem alten Blog dringend anwenden müssen. Ein automatisches Update ist hier regelmäßig fehl geschlagen.
    Hoffe, dass es so reibungslos wie bei dir fuktioniert.

    Gruß

  7. Hallo Gastartikel,

    normalerweise dürfte es keine Probleme geben. Wenn man von einer auf die nächste Version updatet, ändert sich ja generell auch nicht viel. Welche Version hast du denn dort jetzt noch drauf? Ich hab schonmal von Schwierigkeiten gelesen, wenn mehrere Versionen übersprungen wurden, besonders wenn zwischendurch ein grundlegenes Update z. B. jetzt die Version 2.9 kam.

    Aber probier’s einfach mal aus. Wenn du ein Backup machst und deine Daten speicherst, kann ja nicht viel passieren.

    Dass das automatische Update nicht klappt, könnte aber auch an den Dateiberechtigungen liegen. Änder doch mal dein komplettes WP-Verzeichnis mit allen Unterverzeichnissen und -datein auf dem Server auf “777″, also lesbar, beschreibbar etc.

    Liebe Grüße zurück. :)

  8. Ich habe auf einigen Seiten WordPress 3.0 und das Daten exportieren im Backend funktioniert nicht. Wie kann ich sonst ein Backup machen? Ich habe auch noch nie ein manuelles Update gemacht und habe etwas Angst davor, aber bei einigen Seiten erscheint es mir sicherer.
    Leider habe ich von dem Ganzen wenig Ahnung.Eine blutige Anfängerin sozusagen.

  9. Hallo Blogmum,

    ich mach das Backup immer mit dem Plugin WordPress Database Backup. Das Plugin legt dann im Backend den neuen Punkt “Backup” unter “Werkzeuge” an. Da kannst Du dann alles auswählen, was gespeichert werden soll (wenn du dir nicht sicher bist, einfach alles anklicken, sicher ist sicher!) und eine Datei herunterladen. Zusätzlich kopiere ich immer noch komplett alle WordPress-Daten vom ftp-Server auf meinen PC. Wenn bei mir was schiefging, half es bislang immer, einfach alles runterzulöschen und die vorher gesicherten Dateien wieder auf den Server hochzuladen. Das Datenbankbackup habe ich zum Glück bisher nicht gebraucht.

    Mit dem Plugin kannst du im unteren Teil der Einstellungsseite auch festlegen, dass dir in bestimmten Abständen automatisch eine Backupdatei per E-Mail zugeschickt wird.

    Zusammenfassung:
    1. Kompletten WP-Ordner mittels ftp-Server herunterladen.
    2. Backup mit dem Plugin anlegen.
    3. Alle Plugins deaktivieren.
    4. Außer der .htaccess, wp-config.php, favicon.ico und am besten dem kompletten wp-content-Ordner alles vom ftp-Server löschen.
    5. Die neuste WP-Version herunterladen, entpacken und auf den Server hochladen.
    6. Backend neuladen, ggf. die Datenbank bei Aufforderung aktualisieren, Plugins wieder aktivieren.

    Ich hoffe, es klappt so bei Dir und ich konnte Dir helfen.

  10. Hallo Yuki Keylin,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort, das hört sich so an, als würde auch ich es verstehen. Ich hatte mir auch schon gedacht, dass ich im Zweifelsfall alle Daten vom ftp-Server auf meinen PC lade und im Zweifelsfall wieder hochlade. Dann ist zwar nichts upgedatet aber auch nichts verloren. Ich werde das Backup Plugin gleich mal testen. Und mich hoffentlich auch dann bald mal ans Update herantrauen. :-)

    Gruß Blogmum

  11. @Blogmum: Habe den kompletten Text nochmal überarbeitet und das Ganze etwas ausführlicher beschrieben. Gibt bestimmt noch mehrere, die sich nicht so genau damit auskennen. Ging mir ja anfangs auch nicht besser.

    Viel Glück! :)

  12. Hallo Yuki Keylin,

    Danke noch mal! Es hat alles wunderbar geklappt bei allen neun Seiten bei denen das automatische Update fehlgeschlagen war.

    Viele Grüße
    Blogmum

  13. Danke für die Hilfe. So habe ich meine Seite zumindest wieder auf eine halbwegs aktuelle Version bekommen. Kan jetzt wieder die Auto Update funktion nutzen – hat bei der vorher Installierten Version einfach nicht funktioniert… Jetzt läuft alles wieder – Danke

  14. Hallo Linda,
    das ist eine klare und sehr nützliche Beschreibung was es alles bei einem manuellen WordPress Update zu beachten gilt.

    Eine kleine Regelungslücke empfinde ich noch in Punkt 4 = WordPress hochladen. Dort steht ” diese neuen WordPress-Daten KOMPLETT in euer Verzeichnis auf dem ftp-Server hochladen ”

    An dieser Stelle würde ich nochmals explizit darauf hinweisen, dass z.B. der Ordner wp-CONTENT aus dem Upgrade Nicht hochgeladen werden sollte, da er sonst die auf dem Server belassene alte wp-Content ( siehe Punkt 3 ) überschreiben würde. Somit gingen alle individuellen PlugIns, Themes etc. verloren. Genausowenig sollte eine evtl. vorhandene htaccess-Datei wie wp-config.php hochgeladen werden.
    FAZIT: alle in Punkt 3) benannten alten Dateien, die auf dem Server nicht gelöscht werden sollen, dürfen keinesfalls durch unbedachtes Hochladen entsprechender neuer Dateien letztlich doch zerstört werden.
    Wenn Du meine Auffassung teilst, würde ich die Abhandlung so oder in ähnlicher Form anpassen.

    Gruss
    Günter

  15. Hallo Linda,
    haben versäumt die Funktion ” per Email-Benachrichten ” anzukreuzen.
    Das wäre mir schon recht.

    Danke und Gruss
    Günter

  16. Hallo Günter!

    Vielen Dank für den Hinweis. Einerseits hast du natürlich recht, dass bereits vorhandene Dateien gelöscht würden, aber wenn man sich von der WordPress Seite die neuste Version herunterlädt, sind nur die Plugins Akismet und Hello Dolly enthalten, die überschrieben werden, wenn sie noch vorhanden sind. Wenn man diese beiden in irgendeiner Weise bearbeitet hat und diese Änderungen nicht verlieren möchte, sollte man die Dateien natürlich nicht hochladen. Aber ich weiß gar nicht, wie das ist, ob man (zumindest Akismet) überhaupt bearbeiten darf. Die sonstigen Plugins sind ja individuell von jedem installiert und nicht standardmäßig in WordPress enthalten, deswegen wird damit auch nichts passieren. Die Dateien werde immer nur zusätzlich hochgeladen, d. h. die neuen Dateien im wp-content-Ordner werden zu den vorhandenen dazugepackt, gleichnamige überschrieben. Der Ordner wird also nicht komplett ersetzt, wie du es vermutlich meinst.

    Die Dateien .htaccess und wp-config.php habe ich nicht extra erwähnt, da das Dateien sind, die man eigenständig bei der Einrichtung des Blogs erstellen muss und ebenfalls nicht enthalten sind und somit auch keine alten Dateien überschreiben können. Die neue WordPress Version enthält ausschließlich die standardmäßige wp-config-sample.php, die aber keine Verwendung findet und somit nicht stört und nichts zerstört.

    Und unter diesen Aspekten halte ich es nicht für notwendig, all das noch zusätzlich in der Anleitung mit aufzunehmen, da sie sonst ihre Verständlichkeit verlieren könnte.

    Liebe Grüße
    Linda

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