Ein guter Blog


Ja, ich weiß, das es “das Blog” heißt, aber laut Duden ist “der Blog” auch erlaubt und wird von mir daher auch weiterhin so verwendet. Diskussion zwecklos! Und darum geht es hier jetzt auch gar nicht.

Und zwar hat sich der Konna vorgestern an der Definition “Was ist ein Blog?” versucht und diverse Punkte aufgelistet und genau unter die Lupe genommen, die ein richtiger/guter Blog haben muss und die er nicht haben darf. Zu folgender Definition kam er schließlich:

Ein Weblog oder auch Blog ist eine Art der Webseite, bei der ein oder mehrere feste Autoren basierend auf einem verbindlichen technischen Grundgerüst eigenen Content ohne vordergründig kommerziellem Interesse publizieren. Besonders wichtige Alleinstellungsmerkmale sind die Möglichkeit der Interaktion mit der Leserschaft mittels Kommentarfunktion und die aktive Vernetzung in der sogenannten Blogosphäre, meist in Form einer Blogroll oder Linkliste mit anderen Blogs.

No-Gos sind ganz klar der kopierte Inhalt von anderen Webseiten oder Blog und die ausschließlich kommerzielle Verwendung, da stimme ich ihm zu. Wobei Zitate, die man mit eigenen Worten weiter ausführt und gelegentliche bezahlte Beiträge, Testberichte etc. durchaus nicht verboten sind. Sie sorgen vielmehr für die gesunde Mischung zwischen privaten Artikeln und Erfahrensberichten. So stößt man auch immer mal wieder auf interessante Aktionen für Blogger, bei denen es etwas kostenloses abzustauben gibt, so zum Beispiel 1000 Visitenkarten von FlyerTaxi.de.

Zudem spricht Konna die Mitmachmöglichkeit per Anmeldung an. Ok, einerseits soll sich natürlich nicht jeder anmelden und drauflosschreiben können, aber andererseits finde ich es auch interessant, wenn die Möglichkeit der Anmeldung besteht. Stolpert man über ein Thema, dass perfekt zu einem bestimmten Blog passt, könnte man so dort darüber berichten und erreicht die richtigen Leser, die es vielleicht auf dem eigenen Blog nicht gibt. Aber ich denke, dass das nur in Ausnahmesituationen der Fall sein sollte, und der Hauptteil des Blogs von einer kleinen Anzahl an Autoren geschrieben werden sollte und die anderen Schreiber lediglich als Gastautoren ab und zu mal einen Artikel veröffentlichen sollten.

Der wichtigste Punkt, der einen Blog ausmacht, auch hier sind wir uns einig, ist die Kommentarfunktion. Denn nirgends sonst besteht die Möglichkeit der Diskussion so themenbezogen wie auf einem Blog. Gibt es keine Kommentarfunktion, werden sich die Leser schnell langweilen und auch der Blogger selbst kann sich die ganze Arbeit eigentlich sparen, da er weiter fröhlich schreibt und schreibt, ohne ein Feedback von seinen Lesern zu bekommen, ob das Geschriebene überhaupt interessiert.

Und zum Rest. Die Blogsoftware. Es gibt durchaus auch einige Seiten wie Blogger und WordPress, bei denen man sich auf den Dienst verlässt und selbst keine Software installieren muss. Hierbei habe ich allerdings schon öfters die Erfahrung gemacht, dass mir das Design und das Handling nicht so gut gefallen. Entweder ist die Kommentarfunktion umständlich oder das gesamte Konzept verdirbt einem den Spaß am Lesen. Aber das ist vermutlich mal wieder Geschmackssache.

Die Blogroll hingegen finde ich überhaupt nicht wichtig. Jeder hat zwar eine, mich eingeschlossen, aber die wenigsten halten sie wirklich aktuell. Es ist zwar schön, auf anderen Blogs verlinkt zu werden, aber ich persönlich klicke so gut wie nie Links in Blogrolls an. Ich weiß nicht warum, aber ich klicke lieber die Namen der Kommentatoren an, die etwas interessantes geschrieben haben. Von daher finde ich dies viel wichtiger. In meiner Blogroll befinden sich vielmehr eigentlich nur die Blogs, deren Feed ich abonniert habe, damit ich schnell einen gesuchten Link finde, indem ich alle Blogs auf einer Seite aufliste.

Und mit der Öffentlichkeit das ist so eine Sache. Eigentlich ist es schon wichtig, dass ein Blog öffentlich sichtbar und über Suchmaschinen auffindbar ist, aber es gibt auch durchaus ein paar private Blogs, die nur einer gewissen Leserschaft zugänglich gemacht werden. Und nur, weil man lieber nicht jeden alles lesen lassen möchte, denke ich nicht, dass einem die Bezeichnung “Blog” aberkannt werden sollte.

Das hat jetzt nicht unbedingt etwas mit der Frage, ob ein Blog ein Blog ist, zu tun, aber dennoch finde ich, dass das Design eine ganz große Rolle spielt. Wenn die verschiedenen Elemente nicht zusammen passen, die “Bedienung” umständlich bzw. unlogisch ist, die Farben/das Theme nicht zum Inhalt passen, macht es trotzdem keinen Spaß einen Blog zu lesen, da können die Inhalte noch so toll sein. Wenn ich beispielsweise irgendwo kommentieren möchte, will ich mich nicht erst irgendwo anmelden müssen! Mein Name, die E-Mail-Adresse und die Blogadresse reichen dafür vollkommen aus und können schnell in den Feldern unter/über/neben dem Kommentarfeld eingegeben werden.

Ein sehr abschreckender Aspekt ist auch Hintergrundmusik. Ist ja schön und gut und mag auch perfekt auf den Blog abgestimmt sein, aber nervt einfach total, besonders, wenn es keine Möglichkeit gibt, diese abzuschalten. Denn wie oft hat man selbst Musik im Hintergrund laufen und hört dann nur noch ein Gedudel. Also bitte weglassen!

So, das waren jetzt erstmal meine Gedanken soweit zum Thema (guter) Blog. Mehr fällt mir momentan auch nicht dazu ein, lieber Konna. (Fand das für einen Kommentar zu lang…)

, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

  1. #1 von Der Domme am 19.09.2009 - 19:23:59

    Danke für die Verlinkung, ich weiß, dass ich einen guten Blog habe! ;)

    Morgen kommt eventuell auch ein neues Design! ;)

  2. #2 von Yuki_Keylin am 19.09.2009 - 19:31:30

    Hey, das bezog sich nur auf die Visitenkarten. :P

    Dann bin ich ja mal gespannt.

  3. #3 von Konna am 19.09.2009 - 20:03:23

    Dennoch bin ich der Meinung, dass die Blogroll unverzichtbar ist, wenn man eine wirkliche Definition eines Blogs (ich bleibe bei Neutrum) herausarbeiten möchte, die auch formal wirklich greifbar ist.

    Und aus meiner Sicht ist ein entscheidendes Merkmal, dass sich ein Blogger auch außerhalb seiner eigenen Seite bzw. anders ausgedrückt innerhalb der Blogosphäre bewegt. Das geht zwar auch mit Kommentaren, aber das ist nicht direkt greifbar, wenn man ein Blog besucht. Der einzig mögliche Hinweis ist da die Blogroll. Darum hab ich die in meine Definition eingebaut.

    Weniger wichtig – für eine Definition – finde ich das Design. Klar sollte das funktional sein, aber ein Design macht kein Blog. :)

  4. #4 von Yuki_Keylin am 20.09.2009 - 11:50:51

    Zum Design sag hab ich ja gesagt, dass das kein Kriterium ist, ob es sich um einen Blog handelt, sondern nur ein zusätzlich wichtiger Punkt, der für den Leser eine wichtige Rolle spielt.

    Das mit der Blogroll stimmt schon, streite ich ja gar nicht ab. Ich meine nur, dass es für mich vollkommen unwichtig ist und ich auch schon von einigen gehört habe, dass sie die Blogroll nicht wirklich nutzen. Klar, wenn man neu auf einer Seite ist, kann es hilfreich sein. Aber meist kommt man ja doch über einen bestimmten Artikel auf einen Blog und da klick ich dann trotzdem noch eher die Kommentatoren an.

    Aber ist ja auch egal, das ist alles vollkommen subjektiv, würde ich mal sagen. ;)

  5. #5 von Sonja am 20.09.2009 - 17:57:56

    Interessant auch noch eine weitere Meinung dazu zu lesen. Ich stimme dir in allem vollkommen zu, vor allem zum Apsekt Hintergrundmusik! Das ist für mich auch ein No-Go!

  6. #6 von Der Applejünger am 21.09.2009 - 09:04:15

    Ich bin überhaupt erst durch`s Design zum Bloggen gekommen. Ich sollte für jemanden ein WordPressdesign entwerfen, und mußte mich natürlich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Bis zum Juni diesen Jahres bin ich immer nur zufällig über Blogs “gestolpert”.
    Jetzt blogge ich zum Leidwesen aller selber, und derjenige, dem ich einen Blog entworfen habe, schafft es zeitlich nicht. :?

  7. #7 von Arven am 21.09.2009 - 10:37:48

    Guter Artikel. Ich habe eigentlich nie darüber nachgedacht ob mein Blog gut ist oder nicht. Ich blogge zu 100% aus Spass das ich irgendwoe meine verballerten Gedanken loswerden kann *gg*
    Ausserdem tippse ich gerne.
    Alles andere wie Designs, Rankingfragen usw. kommt durch Freunde , Anregungungen usw. und ergibt sich von selbst. *nod*

  8. #8 von Yuki_Keylin am 21.09.2009 - 14:07:54

    @ Sonja: Ja, ich dachte mir, ich spamme diesmal mal nicht Konnas Kommentare mit einem ellenlangen Text zu. Das geht eh unter und wird nicht mehr gelesen…

    @ Applejünger: Ok, das ist ja wieder etwas anderes. Design gehört zwangsläufig zum Internet dazu, alles hat irgendwie ein Design. Na so schlimm ist dein Blog doch auch wieder nicht. *blush*

    @ Arven: Danke. Da hast du recht. In erster Linie bloggt man für den Spaß an der Freude, geht mir genauso. Aber es gibt auch genug Leute, die einfach halbherzig ein Geschreibsel hinklatschen, sich keine Gedanken darum machen, ob es angenehm für den Besucher zu lesen ist, und es trotzdem Blog nennen. Man soll sich auf einem Blog doch schon wohlfühlen.

  9. #9 von Andersreisender am 21.09.2009 - 20:53:48

    Danke für die Aufklärung wegen der Bezeichnungen „der Blog“ oder „das Blog“. Ich verwende die Begriffe eigentlich abwechselnd und war mir nicht 100%ig sicher, ob es so richtig ist *yeah*

  10. #10 von Yuki_Keylin am 21.09.2009 - 21:16:32

    Nichts zu danken. Ich benutze eigentlich immer “der”, aber es stört mich jedes Mal irgendwie… *lol*

    Aber generell bin ich ein Nicht-”das”-Verwender. Z. B. “die Cola”, manche meinen ja, dass das “das Cola” heißt, ist mir aber auch zu komisch… 8)

  11. #11 von Andersreisender am 21.09.2009 - 21:58:33

    Also ich sag immer “das” Cola- Ehrlich :D

  12. #12 von Yuki_Keylin am 21.09.2009 - 22:17:42

    Puh, wie abartig. *lol* :D

  13. #13 von Andersreisender am 22.09.2009 - 21:54:49

    Jaja, aber es ist das Cola! Kannst auch der oder das Teller sagen :-)

  14. #14 von Spanksen am 23.09.2009 - 13:53:20

    Na, dann bin ich ja froh das ich mit meinen Trashbeiträgen lt.diesen Kriterien immer noch einen guten Blog habe ;-)

  15. #15 von Yuki_Keylin am 23.09.2009 - 14:10:01

    @ Andersreisender: Neee! Das Teller? Ne, wirklich nicht…

    @ Spanksen: Ich habe bewusst auf das Inhaltskriterium verzichtet, weil es eigentlich nur um die Definition eines Blogs ging und man da inhaltlich eigentlich niemanden ausschließen kann. Ist in einem Blog ja offen, was man schreibt bzw. wie qualitativ hochwertig es für die Menschheit ist – in deinem Fall jetzt. :P

  16. #16 von Andersreisender am 23.09.2009 - 17:56:56

    Ja – schau mal in den Duden. Ist beides erlaubt :-)

  17. #17 von Yuki_Keylin am 23.09.2009 - 20:34:48

    Quatsch, da kommt nur “der Teller” raus. Willst du mich veräppeln? *schock*

  18. #18 von Sascha am 24.09.2009 - 02:14:48

    Sowohl Duden1 als auch DDUW sagen “Teller, der”.

    Ich kann morgen ja mal in den älteren Auflagen recherchieren, aber da wird, so glaube ich, nichts anderes herauskommen.

    Zum Blog-Thema:

    1. Weblogbuch, das -> Weblog, das -> Blog, das. Meine Kollegen in der Dudenredaktion fällen keine Urteile, sondern beobachten den schriftlichen Sprachgebrauch. “der” scheint sich durchgesetzt zu haben, “das” ist aber auch nicht falsch.

    2. Ein wichtites Merkmal von Blogs wurde noch nicht genannt: Die absteigend chronologische Sortierung der Inhalte.

  19. #19 von Yuki_Keylin am 24.09.2009 - 18:40:25

    Seh ich genauso mit dem Teller. Wo hat denn das gestanden Gerry?

    Zu 1.: Vielleicht weil es viele einfach nicht besser wissen, anfangs nur den anderen Block kannten und es dann einfach so übertragen haben, weil es gleich klingt. Ich finde beides ok, und jeder soll es ruhig so nutzen, wie er mag. Ich habe mich einmal für “der” entschieden und werde auch dabei bleiben.

    Zu 2.: Stimmt, das habe ich hier nicht mehr extra aufgeführt. Konna hat das in seinem Beitrag geschrieben, mein Beitrag ist nur eine Ergänzung dazu gewesen mit meinen Ansichten. Ganz vergessen worden ist es also nicht.

  20. #20 von Andersreisender am 24.09.2009 - 22:16:27

    Habe grade gesehen, dass es im Duden nicht (mehr) drinnen steht. Aber bei Wikipedia findest Du der/das Teller

  21. #21 von Yuki_Keylin am 24.09.2009 - 22:25:40

    Jo! In Österreich vielleicht. Da sind die eh anders…

    Im positiven Sinne natürlich @Ascari und wer sonst noch so aus Österreich hier mitliest. ;)

  22. #22 von Bettina am 25.09.2009 - 11:01:24

    *dead* Mit meinem Blog eigentlich zufrieden.

    In meinen Blogroll kommen nur die Blogs , die ich regelmässig besuche und gerne lese.

    Blogge nur für mich , aus Spass , ist jetzt das fotografieren dazu gekommen. *yeah*

  23. #23 von Yuki_Keylin am 25.09.2009 - 11:26:15

    Eigentlich? Klingt nicht überzeugend.

    Joah, ich blogge auch aus Spaß an der Freude, aber lustiger ist es, wenn es auch gerne gelesen wird. :)

  24. #24 von Bettina am 25.09.2009 - 12:01:53

    Doch…bin zufrieden!!!!!!!! :D :D *yeah*

  25. #25 von Yuki_Keylin am 25.09.2009 - 13:34:34

    So klingt es schon gleich besser. *nod*

  26. #26 von Paleica am 30.09.2009 - 19:19:27

    interessanter text. ich sage auch der blog (= und ich muss sagen, ich hab meine blogroll eher für mich, das sind eben die blogs die ich regelmäßig besuche und daher ists auch aktuell. kommen immer wieder welche dazu und die die nicht mehr schreiben fliegen raus. btw: du bekommst da jetzt auch einen platz ^^ aber da ich keine feeds benutze mach ich das eben so.

  27. #27 von Paleica am 30.09.2009 - 19:20:35

    achja, und: ich finde wordpress total ok (= haut eigentlich verhältnismäßig gut hin und es gibt auch einen kundendienst der innerhalb eines tages antwortet wenn was nicht passt. seit es das vigilance-lay gibt passt mir das layout auch – ich würds kaum anders machen und so muss ich keinen tau von der technik haben mit der ich mich einfach zeitlich noch nicht wieder so auseinandersetzen konnte.

  28. #28 von Yuki_Keylin am 30.09.2009 - 19:32:20

    Wow, danke schön. Ich werde in nächster Zeit auch meine mal wieder anpassen müssen, kam da noch nicht wirklich zu.

    Seh ich genauso. WordPress ist einer der besten Dienste und vom Layout, Handling, Gestaltungsmöglichkeiten etc. pp. einfach spitzenmäßig. Ohne wäre es viel zu kompliziert. Ich als Programmier-Noob… *dead*