Oh besinnliche Weihnachtszeit…

Advent. Jeder Tag bringt einen näher zu Weihnachten. An jedem Tag nimmt der Druck zu, dass man noch nicht Geschenke für seine Freunde, Verwandte und Bekannte gefunden hat. Nicht, dass ich andere nicht gerne beschenke, aber manchmal überwiegt der Stress der Freude. Ich frage mich sowieso, wieso Weihnachten mit Stress, Ansprüchen und Erwartungen verbunden ist? Ich verstehe es nicht, gleichzeitig kann ich mich ihnen aber auch nicht entziehen.

Fangen wir bei den Erwartungen an. Als Kind war Weihnachten etwas Magisches. Man zählte die Tage bis an Heilig Abend. Der Morgen des 24. wollte und wollte nicht vorbei gehen, weil man sich so auf den Abend freute. Ich weiß nicht, worin die Magie von Weihnachten als Kind lag, ich weiss nur, dass sie irgendwann verloren ging und seither unauffindbar geblieben ist. Ich weiss, dass die Magie nicht mehr wieder kommt, erwarte es nicht. Und bin trotzdem jedes Jahr ein enttäuscht, dass sie ihre Besuche an Weihnachten tatsächlich eingestellt hat.

Zu den Ansprüchen: Weihnachten soll perfekt sein. Das Essen allen schmecken, dem Vegetarier und dem Fleisch(fr)esser, der Weihnachtsbaum wunderschön sein, nicht zu kitschig und nicht zu simple, die Stimmung locker und fröhlich. Aber genau diese Ansprüche verunmöglichen den gemütlichen Abend. Wenn das Essen perfekt ist, fehlt die Konversation. Und wenn das Essen nicht schmeckt auch, weil über das verunfallte Essen zu sprechen, wagt sowieso niemand.

Den Stress habe ich bereits am Anfang erwähnt. Weihnachten ist so bedeutungsschwanger, dass man zwischen Stress, Ansprüchen und Erwartungen vergisst, warum es eigentlich geht. Wenn das Pläne schmieden bereits so schwierig war, wie soll man dann noch Heilig Abend genießen können? Dabei sehnt man sich – auch wenn man Weihnachten nicht immer allzu sehr mag – doch nur nach einem friedlichen Abend im Kreise geliebter Menschen. Und nicht diejenige Sorte, mit der man angestrengt nach Gesprächsthemen suchen muss und die nicht wagt, zu erwähnen, dass das Essen scheußlich schmeckt. Sondern jene Menschen mit denen der Abend viel zu schnell vergeht, und wenn man aus der Tür geht, einem noch tausend Dinge einfallen, die man vergessen hat zu erzählen.


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10 Kommentare zu “Oh besinnliche Weihnachtszeit…

  1. Oh ja, da kann ich dich gut verstehen, geht mir nicht anders. Auch wenn ich Weihnachten an sich mag…

    Vielen Dank für den tollen Artikel. :)

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  3. Ja, Weihnachten wird immer mehr zu einer Pflichtveranstaltung mit der viele nichts mehr anzufangen wissen. Eigentlich schade, denn aus Kindheitstagen hatte man ja mal was angenehmes aus dieser Zeit mirgenommen. Scheint ein kurzes Haltbarkeitsdatum zu haben, Weihnachten…
    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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  5. Das stimmt. Es fängt schon bei den Geschenken an. Da hat man endlich etwas und man macht sich Gedanken darüber, ob es nicht zu wenig oder zu “billig” ist. Dabei kommt es darauf ja eigentlich gar nicht an…

  6. Sei froh! Ich habe es jetzt so langsam aber sicher auch geschafft. Nur noch ein paar letzte Kleinigkeiten und dann habe ich alles. Man muss das Ganze nur ruhig angehen und auf sich zukommen lassen. ;)

  7. Ich habe meine Geschenke alle schon zusammen , bekommen alle nur eine Kleinigkeit…aber die kommt von Herzen.
    *love*

  8. Bei mir ist es ganz unterschiedlich. Dieses Jahr ist es etwas üppiger ausgefallen, denke ich. Ich mach mir da vorher keinen Plan. Wenn ich eine Idee bekomme oder etwas sehe, was einfach verdammt gut passt, dann wird das umgesetzt.

  9. Pingback: Blogjulklapp 2009: Zusammenfassung & Fazit

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