Navigerät oder NaviApp?

In Zeiten von Smartphone und mobilem Internet – immer und überall – wird so manch ein Gerät überflüssig. So bietet Apple zum Beispiel mit der Navigon-App einen starken Navigationsdienst. Aber kann man wirklich auf spezielle Navigeräte verzichten? Warum werden dann trotzdem immer noch neue Modelle auf den Markt geworfen und vorallem gekauft? Können Sie vielleicht doch mehr, als es eine App könnte?

Um das herauszufinden, habe ich einmal das NavGear StreetMate GTX-62-3D getestet, welches mir Pearl freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Das Zubehörpaket ist mit einem Kabel für den Zigarettenanzünder, einem Audiokabel, einem Netzteil, einer CD mit Software, einer Halterung für die Windschutzscheibe und einer SD-Karte schonmal sehr umfangreich – für das Smartphone bräuchte man lediglich eine Autohalterung. Ist das also schon der erste Nachteil? Nicht unbedingt, da man alles im Handschuhfach verstauen kann und es immer griffbereit hat.

Das Kabel führt vom Zigarettenanzünder zum Navi und von dort als TMC-Antenne weiter, um an der Frontscheibe befestigt zu werden. Durch diese Ausrichtung der Antenne ist der Empfang deutlich besser und präziser als mit einer App.

Das Kartenmaterial befindet sich auf der codierten SD-Karte, die sich somit ausschließlich auf NavGear-Geräten nutzen lässt. Während man bei vielen Navigationsgeräten direkt loslegen kann, funktioniert hier ohne die SD-Karte gar nichts. Zum Vergleich: Die Navigon App auf dem iPhone muss im AppStore heruntergeladen werden und nach der Installation noch zusätzlich das entsprechende Kartenmaterial, was sich mit Deutschland und den Programmdateien schon auf insgesamt ca. 440 MB beläuft. Das klingt nicht sonderlich viel, aber mit den ganzen anderen Apps summiert sich die Datenmenge sehr schnell und das iPhone ist voll. Auf dem Navigerät sind ausschließlich die Navidaten, von daher ist die Datengröße irrelevant.

Das Starten und Routesuchen dauert beim NavGear deutlich länger als mit Navigon, was beim regelmäßigen Gebrauch nerven kann, für mich als Gelegenheitsnavigierer stellt das jedoch kein Problem dar, da ich meist mehr Zeit für Reisevorbereitungen einplane und auch gerne eine Minute auf die Route warte.

Zu der Routenführung an sich kann man eigentlich nur sagen, dass man sowohl mit Navigerät als auch mit der Naviapp schnell ans Ziel kommt. Die Frage ist also eher, worauf man Wert legt. Zusätzliche, aber spezialisierte Hardware, die man extra mitnehmen muss oder eher eine praktische Software auf dem Smartphone, dass man eh immer bei sich hat.

Zum NavGear habe ich auf meinem Blog toollinks.de letztens einen ausführlichen Testbericht geschrieben. Wer möchte, kann sich also gerne einen Überblick über den Funktionsumfang und meine Erfahrungen machen.

Vielmehr würde mich an dieser Stelle hier jedoch interessieren, was ihr für Erfahrungen mit der Navigation gemacht habt. Lieber Apps oder Navigeräte? Oder verlasst ihr euch gar lieber noch auf Straßenkarten? Was sind eurer Meinung nach Vor- und Nachteile? Könnt ihr besondere Geräte/Apps empfehlen? Auf welche besonderen Funktionen wollt ihr nicht mehr verzichten? Über eure Kommentare freue ich mich.

Euer Michael


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Über Michael Kupfer

Michael ist ein PC-Freak und Android-Nutzer, was sich deutlich in seinen Beiträgen wiederspiegelt. Beruflich vertreibt er Lebensmittel und "Zubehör", weswegen er sich damit natürlich auch sehr gut auskennt und auf seinem zweiten Blog, dem Rezepte-Blog.eu, ab und zu mal eine kleine Köstlichkeit präsentiert.

3 Kommentare zu “Navigerät oder NaviApp?

  1. Ich nutze noch die guten alten Karten und zeitweise Google Maps auf dem Handy. Ich denke Navis sind eine tolle Erfindung, aber man darf sich nicht 100%ig und ausschließlich darauf verlassen. Außerdem wird’s schwierig, wenn eine Straße gesperrt ist (Baustelle, Stau o.ä.) und man von der Route abweicht. Manche Navis versuchen einen ohne Unterlaß auf den Weg zurückzuführen, der nunmal nicht geht.

  2. Viele Navis bieten mittlerweile ein Extramodul bzw. eine Antenne, die aktuelle Verkehrsstörungen empfängt und daraufhin eine alternative Route anbietet. Navigon rechnet übrigens auch sehr schnell die Route um, wenn man sich nicht an die “Anweisungen” hält. Das habe ich letzte Woche im Urlaub mal getestet.

  3. Pingback: Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

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